Wanderung und Meditation im Wald am 14. April 2018 in Oberammergau

Im April 2018 haben wir mit einer neuen Veranstaltungsreihe begonnen: „Wandern und Entspannen auf dem Ammergauer Meditationsweg“  (https://www.meditationsweg.bayern/).

Der Kostenbeitrag von aktuell € 10 pro Person geht zugunsten des Projektes Kenia Kinder (https://kenia-kinder.jimdo.com/)

Das Motto der ersten Wanderung war „Frühling und Aufbruch“, oberhalb Oberammergau, Richtung Laber.

Eine Stunde wandern, ca. 1,5 Stunden Pause mit Meditation im Wald und Zeit zum Reflektieren, danach sind wir noch zwei Stunden gewandert.

Es war eine geführte Meditation, ca. ½ Stunde, und zum Schluss habe ich den Teilnehmern folgende Fragen gestellt:

  1. Wie wichtig ist für Dich das Thema Aufbruch? Welche Aufbruchssituationen gab es in Deinem Leben? Wie bist Du damit umgegangen, was hat sich geändert, was kam danach?
  2. Aufbruchsstimmung hat viel mit unerfüllten Sehnsüchten zu tun, finde ich. Dazu habe ich folgenden Fragen gestellt: Wie geht es Dir mit dem Thema Sehnsucht? Wonach sehnst Du Dich? Nach Menschen? Orten? Situationen? Erfahrungen? Welche hast Du Dir erfüllt und welche hast Du womöglich verdrängt?
  3. Welche Ziele hast Du für dieses Jahr? Welche langfristigen Ziele hast Du Dir gesetzt? Was möchtest Du noch erreichen?

Die Teilnehmer durften über einen der drei Punkte nachdenken oder sich über mehreren Punkte Gedanken machen. Dafür haben wir ca. 45 min gebraucht.

Neben zwei selbstgemalten Bildern, sind die Teilnehmer zu folgenden Erkenntnisse gekommen:

„Ich habe die Stille, den Wind, die Geräusche der Umgebung wahrgenommen und mich in Ruhe auf den Boden hingelegt. Beim Thema „Aufbruch“: ich betrachte sie auf der Mikroebene, jeden Tag ein kleiner Umbruch…

Mir ist klar geworden, wie viel Unachtsamkeit ich an den Tag lege. Ich habe mir vorgenommen,  achtsamer zu sein. Bewusstes Aufwachen in der Früh, mehr Bewusstheit in dem Alltag. Einfach mehr Achtsamkeit im Alltag integrieren. Ich will aufbrechen, ich muss aber nicht! Darin ist eine andere Dynamik erhalten, weil man selber der Motor ist.“

„Mir ist der große Einfluss meines Umfeldes klar geworden! Ich möchte mehr Zeit für mich haben, mich mehr abgrenzen. Meine Sehnsüchte nach mehr Natur sind mir ganz klar geworden. Nach eine kleine Hütte, nur für mich alleine :-).  Ich möchte mich mehr selber spüren, mehr zu mir kommen, mehr auf mich besinnen. Mir ist klar geworden, wie viel ich die Natur / die Bergen in den letzten Jahren vermisst habe!“

„Bei mir kam das Bild (was ich auch gemalt hatte): jeden Tag aufbrechen (Sonnenaufgang) und jeden Tag ankommen (Sonnenuntergang) Ich habe in den Jahren, durch mehrere Wanderungen, gelernt „nicht denken zu können/müssen/wollen“, einfach präsent sein, Gedanken. Ich habe gelernt, gelassener zu sein. „Ich bin das Ziel“ sozusagen.“

In ca. zwei Monate möchte ich mich bei den Teilnehmern wieder melden, um zu erfahren, was in der Zeit passiert ist, wie sie sich fühlen und ob die Meditationswanderung was bewirkt hat.

Impulse zum Nachdenken

 Aufbruch

 Ein Zitat des Schriftstellers Ilija Trojanow aus seinem Buch „Nach der Flucht“:

„Auf-Bruch! Sowohl ein Flug als auch ein Fall. Eine Drehung beim Tanz von Shiva, ein Schritt Vernichtung, ein Schritt Geburt. Unablässige Brandung am Puls der Zeit. Ja, die zerstörerische Kraft ist eine schaffende Kraft.“

Sehnsucht

Nicht gelebte Sehnsüchte kann man auf Dauer nicht unterdrücken. Sie manifestieren sich in Konflikten und aus ihnen können Krankheiten entstehen. Die Folgen davon sind oft körperliche Beschwerden, Depressionen und der Verlust an Lebensfreude. Deshalb ist es wichtig, uns immer wieder zu hinterfragen und spüren, ob wir nicht bewusst oder unbewusst unsere Wünsche / Sehnsüchte unterdrücken und diese sollten wir dann bewusst zulassen, ihnen folgen, aufbrechen… „Mit dem Aufbruch setzt sich die Sehnsucht in Bewegung“ wie ein altes Sprichwort lautet.

Ziele

Bekanntlich, der Weg ist das Ziel! Aber was ist, wenn die Richtung fehlt? Denn es gibt viele Wege, die zum Ziel führen, und auch sehr viele Umwege. Man bestimmt das Ziel / der Richtung selbst, selbst bestimmend und selbst verantwortend. Dann kann es losgehen… Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg (Laozi).

Ziele geben uns eine Orientierung. Sich Ziele zu setzen bedeutet sich Klarheit zu verschaffen darüber, was du möchtest und wohin du gehen möchtest. Du richtest deinen Fokus auf dich und dein eigenes Leben. Du setzt dich mit dir, deinen Wünschen und Träumen auseinander. Du gestaltest dein Leben so, wie du möchtest.

2018-10-13T18:29:09+00:00 Juni 6th, 2018|Meditationswanderung|0 Comments

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